Die Int. J.M. Sperger Gesellschaft e.V.

Seit 2016 leitet Christine Hoock / Universität Mozarteum Salzburg gemeinsam mit ihrem Team aus Deutschland, Österreich und Portugal die Internationale J.M. Sperger Gesellschaft e.V. und damit auch den Internationalen J.M. Sperger Wettbewerb für Kontrabass.
Die Internationale J.M. Sperger Gesellschaft ist Veranstalterin des Wettbewerbes, der in 2jährigem Turnus stattfindet und 2022 in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock / Deutschland ausgerichtet wird.

Aktuelle Schirmherren sind die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und der Dirigent Thomas Hengelbrock.

Die Internationale J.M. Sperger Gesellschaft e.V. hat Ihren Sitz in Mecklenburg-Vorpommern / Deutschland. Der gemeinnützige Verein hat ca.100 eingetragene Mitglieder internationaler Herkunft und wurde im Jahr 2001 von Klaus Trumpf gegründet.

Ziele der Internationalen J.M. Sperger Gesellschaft sind die Internationale Förderung des größten Streichinstrumentes Kontrabass und seiner Konzertliteratur mit Patronat und Kulturpflege des bedeutenden Komponisten und Kontrabassisten Johannes Sperger. Auch Repertoire-Erweiterung durch zeitgenössische Auftragswerke, musikwissenschaftliche Arbeit und Forschung sowie Jugend- und Breiten-Förderung hat sich der engagierte Verein zur Aufgabe gestellt. Es bestehen Zusammenarbeiten mit verschiedenen Universitäten und der Landesbibliothek Schwerin.
Der Internationale J.M. Sperger Wettbewerb für Kontrabass ist das anerkannte Flaggschiff der Spitzenförderung der Internationalen J.M. Sperger Gesellschaft..


J.M. Sperger


 

„ …darzu habe ich ein so Starckes Instrument gewählet, welches eine ordentlich Lebensarth erfordert um Kräfte dabey zu Erhalten…“ 
– dieses Zitat Johann Matthias Spergers lässt uns die Ausdrucks- und Lebenskraft des Komponisten und Kontrabassisten erahnen.


Am 23. März 1750 im seinerzeit niederösterreichischen Feldsberg (heute Valtice) geboren, hatte sich Johannes (Johann Matthias) Sperger in seinen Ausbildungsjahren in Wien und seit 1777 als Mitglied der Kapelle des späteren Kardinals von Ungarn, Fürst Joseph von Batthyany, in Preßburg einen großen Namen als „Virtuos auf dem Violon-Baß“ gemacht. In Preßburg entstanden 17 seiner 45 Sinfonien und 6 seiner 18 Kontrabasskonzerte. 1779 wurde Sperger Mitglied der Wiener Tonkünstler-Societät.

Nach Auflösung der Preßburger Kapelle 1783 unternahm Sperger mehrere Konzertreisen ins In- und Ausland auf der Suche nach einer angemessenen Anstellung. Im Jahre 1788 durfte er endlich vor dem damaligen Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm II. am Berliner Hof konzertieren. Bei dieser Gelegenheit schenkte er diesem gleich einen ganzen Stapel seiner zahlreichen Kompositionen. Nach dem „allerhöchsten Beyfall“, den er erhielt, bekam er noch im gleichen Jahr eine Anstellung als „Kammer Musikus“ an der Ludwigsluster Hofkapelle des Herzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin. Für Sperger DIE Traumstelle – eine gute Unterkunft, Konzertieren, Komponieren, Unterrichten… Und vor allem: kein Notenkopieren (!) – zu seiner Zeit eine gefürchtete, zeitaufwändige Anforderung an Komponisten am Hofe und viele Jahre Spergers Hauptverdienstquelle. Selbst die Solostimmen seiner eigenen Kompositionen wurden nun von Kopisten ausgeschrieben.
Sperger durfte sich in Ludwigslust sogar nebenberuflich als Landwirt betätigen.

Der Komponist, Kontrabass-Virtuose und Organist fand an diesem Ort jene Unterstützung, Sicherheit und Inspiration, die er sich immer gewünscht hatte. Johann Matthias Sperger blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1812 in Ludwigslust.
Spergers Gesamtwerk ist neben seinen Abschriften anderer klassischer Kontrabassliteratur in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin archiviert. Die Musikschule, deren Namensgeber Sperger ist, eine Straße, die nach ihm benannt ist, und das Sperger-Denkmal zeugen von den guten Jahren des Komponisten in Ludwigslust und der Anerkennung, die man ihm hier entgegenbringt.

 „Es handelt sich um einen Mann der ein einzigartiges und seltenes Talent hat und der alle übertrifft die es jemals gewagt haben die Schwierigkeiten eines so seltenen wie schwierigen Instruments zu überwinden; es ist der Herr Sperger, Spieler der Conter Violon, der 8 Mal hintereinander mit immer gleichem Erfolg beim König gespielt hat…“

Quellen Biographie: A. Planyavsky, A. Meier, MDG

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„Internationale - Johann - Matthias - Sperger - Gesellschaft e. V.“
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