„ …darzu habe ich ein so Starckes Instrument gewählet, welches eine ordentlich Lebensarth erfordert um Kräfte dabey zu Erhalten…“ 
– dieses Zitat Johann Matthias Spergers lässt uns die Ausdrucks- und Lebenskraft des Komponisten und Kontrabassisten erahnen.


Am 23. März 1750 im seinerzeit niederösterreichischen Feldsberg (heute Valtice) geboren, hatte sich Johannes (Johann Matthias) Sperger in seinen Ausbildungsjahren in Wien und seit 1777 als Mitglied der Kapelle des späteren Kardinals von Ungarn, Fürst Joseph von Batthyany, in Preßburg einen großen Namen als „Virtuos auf dem Violon-Baß“ gemacht. In Preßburg entstanden 17 seiner 45 Sinfonien und 6 seiner 18 Kontrabasskonzerte. 1779 wurde Sperger Mitglied der Wiener Tonkünstler-Societät.

Nach Auflösung der Preßburger Kapelle 1783 unternahm Sperger mehrere Konzertreisen ins In- und Ausland auf der Suche nach einer angemessenen Anstellung. Im Jahre 1788 durfte er endlich vor dem damaligen Kronprinzen und späteren König Friedrich Wilhelm II. am Berliner Hof konzertieren. Bei dieser Gelegenheit schenkte er diesem gleich einen ganzen Stapel seiner zahlreichen Kompositionen. Nach dem „allerhöchsten Beyfall“, den er erhielt, bekam er noch im gleichen Jahr eine Anstellung als „Kammer Musikus“ an der Ludwigsluster Hofkapelle des Herzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin. Für Sperger DIE Traumstelle – eine gute Unterkunft, Konzertieren, Komponieren, Unterrichten… Und vor allem: kein Notenkopieren (!) – zu seiner Zeit eine gefürchtete, zeitaufwändige Anforderung an Komponisten am Hofe und viele Jahre Spergers Hauptverdienstquelle. Selbst die Solostimmen seiner eigenen Kompositionen wurden nun von Kopisten ausgeschrieben.
Sperger durfte sich in Ludwigslust sogar nebenberuflich als Landwirt betätigen.

Der Komponist, Kontrabass-Virtuose und Organist fand an diesem Ort jene Unterstützung, Sicherheit und Inspiration, die er sich immer gewünscht hatte. Johann Matthias Sperger blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1812 in Ludwigslust.
Spergers Gesamtwerk ist neben seinen Abschriften anderer klassischer Kontrabassliteratur in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin archiviert. Die Musikschule, deren Namensgeber Sperger ist, eine Straße, die nach ihm benannt ist, und das Sperger-Denkmal zeugen von den guten Jahren des Komponisten in Ludwigslust und der Anerkennung, die man ihm hier entgegenbringt.

 „Es handelt sich um einen Mann der ein einzigartiges und seltenes Talent hat und der alle übertrifft die es jemals gewagt haben die Schwierigkeiten eines so seltenen wie schwierigen Instruments zu überwinden; es ist der Herr Sperger, Spieler der Conter Violon, der 8 Mal hintereinander mit immer gleichem Erfolg beim König gespielt hat…“

Im zweijährigen Turnus reisen junge Kontrabassisten aus aller Welt nach Ludwigslust, um beim Internationalen J.M. Sperger Wettbewerb künsterische „Kräfte zu messen“ und sich musikalisch auszutauschen.

Christine Hoock leitet die Internationale J.M. Sperger Gesellschaft und damit auch den Wettbewerb zusammen mit einem jungen, motivierten Team.

Aktuelle Schirmherren sind Thomas Hengelbrock und Birgit Hesse.

Die Stadt Ludwigslust ist Veranstalter des Wettbewerbes und richtet ihn zusammen mit der Internationalen J.M. Sperger Gesellschaft aus.

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb im Jahr 2000 durch Klaus Trumpf, der seit Jahrzehnten unermüdlich das Erbe Spergers verwaltet und international bekannt gemacht hat.

Quellen Biographie: A. Planyavsky, A. Meier, MDG

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